Auf der Frankfurter Buchmesse haben Christoph Links und ich am 20. Oktober 2023 den neuen Band zur Buchhandelsgeschichte der DDR vorgestellt. Er ist gerade im Rahmen der vielbändigen Geschichte des deutschen Buchhandels erschienen, den die Historische Kommission des Börsenvereins seit mehr als zwanzig Jahren herausbringt.1 Neben den Herausgebern Christoph Links, Siegfried Lokatis, Klaus G. Saur sowie Carsten Wurm haben 21 Autoren an dem Band mitgewirkt....
Aus Leipzig, dem ehemaligen Zentrum des europäischen Buchhandels, hört man Erstaunliches: Die Universität schafft ihre einzige Professur für Buchwissenschaft ab. Sie nutzt die Gunst des Augenblicks, da der gegenwärtige Stelleninhaber die Altersgrenze erreicht hat, um einen befristet angestellten Wissenschaftler aus dem eigenen Hause zu platzieren. Er hatte bisher mit Buchkultur gar nichts, mit Fernsehen und Social Media aber sehr viel zu tun. Die Universität bemüht...
Siegfried Lokatis über die Zensurpraxis in der DDR Zu den größten deutschen Literaturarchiven zählt das Bundesarchiv mit seiner Dienststelle Berlin-Lichterfelde. Hier lagern die Druckgenehmigungsakten der Hauptverwaltung Verlage und Buchhandel im Ministerium für Kultur. Fast zu jedem Buch, das zwischen 1951 und 1989 in der DDR erschienen ist – vom Kinderbuch “Hubert, das Flusspferd” über einen Band der Schiller-Nationalausgabe bis hin zum Ratgeber für den Bau...
Das Dorf Staucha, etwa auf halber Strecke zwischen Leipzig und Dresden gelegen und bereits 1259 erstmals erwähnt, hat es bisher nicht zu überregionaler Bekanntheit gebracht. Doch jeder Paketdienstmitarbeiter ganz Sachsens kennt den Ort, der heute zur Gemeinde Stauchitz gehört. Ständig werden hier Bücher aus aufgelösten Bibliotheken angeliefert, ständig verlassen Pakete mit antiquarischen Büchern den Ort. […]
Wie und warum haben sich Bibliothek und Museum räumlich voneinander getrennt, obwohl sie historisch aus einer gemeinsamen Kultur des Sammelns, Betrachtens und Studierens hervorgegangen sind? Karl-Heinz Schmitz hat sich mit dieser Frage in einem neuen Zeitschriftenbeitrag beschäftigt und kommt zu interessanten Erkenntnissen.1 Der Autor, Jahrgang 1949, war Professor für Entwerfen und Gebäudelehre an der Bauhaus-Universität […]
Vor einigen Wochen fand im Auswärtigen Amt in Berlin eine Veranstaltung statt, die zwiespältige Gefühle hinterließ. Verschiedene deutsche Institutionen übergaben der polnischen Kulturministerin Kulturgüter, die während der deutschen Besatzung Polens im Zweiten Weltkrieg entzogen oder verlagert worden waren. Die Stiftung Preußischer Kulturbesitz etwa überließ dem polnischen Staat eine mittelalterliche Handschrift, die einen Teil des Textes […]
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