Christoph Links geht in seinem neuen Buch Verschwundene Verlage – Ein unbekanntes Kapitel ostdeutscher Kulturgeschichte (1945 – 1990) der Frage nach, wann, warum und wie so viele ostdeutsche Verlage zu existieren aufhörten. Christoph Links ist Verlagshistoriker, Publizist und war Verleger des gleichnamigen Sachbuchverlags. Die bisherigen Teile des Gesprächs sind abgedruckt im Blog vom 8. Juni und 15. Juni 2026. Abschließend geht es u.a. um die...
Christoph Links geht in seinem neuen Buch Verschwundene Verlage – Ein unbekanntes Kapitel ostdeutscher Kulturgeschichte (1945 – 1990) der Frage nach, wann, warum und wie sie zu existieren aufhörten. Die SED-Führung hat im Bereich der Kulturwirtschaft aber nicht nur geistige und wirtschaftliche Konkurrenz aus dem Wege geräumt, sondern in einigen Fällen auch neue Verlage gegründet. Der Arion Verlag in Weimar ist dafür ein Beispiel. Christoph...
Zum Ende der DDR gab es nur noch 78 zugelassene Verlage, obwohl ursprünglich viel mehr von der Sowjetischen Militäradministration nach 1945 eine Genehmigung erhalten hatten. Christoph Links hat die Geschichte aller 150 verschwundenen Verlagen recherchiert und geht in seinem neuen Buch Verschwundene Verlage – Ein unbekanntes Kapitel ostdeutscher Kulturgeschichte (1945 – 1990) der Frage nach, wann, warum und wie sie zu existieren aufhörten. Dahinter steht...
Die Erstlingsschrift Kants, 1746 erschienen, wirft eine Menge Rätsel auf. Es beginnt damit, dass unklar ist, welchen Zweck Kant mit der Veröffentlichung dieses Buches überhaupt im Auge hatte. Kant war 21 Jahre alt, noch nicht graduierter Student der Philosophischen Fakultät der Universität Königsberg, mit besonderem Interesse für Naturwissenschaften und Mathematik, als er mit dem Schreiben des Textes begann. Eigentlich hätte er zunächst sein Studium mit...
Auf der Frankfurter Buchmesse haben Christoph Links und ich am 20. Oktober 2023 den neuen Band zur Buchhandelsgeschichte der DDR vorgestellt. Er ist gerade im Rahmen der vielbändigen Geschichte des deutschen Buchhandels erschienen, den die Historische Kommission des Börsenvereins seit mehr als zwanzig Jahren herausbringt.1 Neben den Herausgebern Christoph Links, Siegfried Lokatis, Klaus G. Saur sowie Carsten Wurm haben 21 Autoren an dem Band mitgewirkt....
[Fortsetzung des Blogposts vom 12.12.2022] Seit den späten sechziger Jahren wurden von den Gesellschaftern des Böhlau-Verlags verschiedene Möglichkeiten durchgespielt, um den Weimarer Zweig zu retten. Leiva Petersen wurde bevollmächtigt, Gespräche darüber mit den offiziellen Stellen zu führen. Zur Diskussion standen: Liquidation des Verlags, Verkauf an die Partei, Verkauf an den Staat oder Verkauf an die Akademie der Wissenschaften der DDR. Eine Schließung des Verlags wäre...
Die am 17. April 1992 in Weimar verstorbene Leiva Petersen ist nicht vergessen. Unmittelbar nach ihrem Tod und zum Jahrestag ihres 100. Geburtstags (2012) erschienen Aufsätze über sie und persönliche Erinnerungen an sie, abgesehen von den schon zu ihren Lebzeiten veröffentlichten Würdigungen ihrer Tätigkeit. Sie gehörte zu den großen Verlegerpersönlichkeiten ihrer Zeit, die jedoch durch ihren Wirkungskreis im anderen Deutschland weniger stark im Gedächtnis der...
Das Dorf Staucha, etwa auf halber Strecke zwischen Leipzig und Dresden gelegen und bereits 1259 erstmals erwähnt, hat es bisher nicht zu überregionaler Bekanntheit gebracht. Doch jeder Paketdienstmitarbeiter ganz Sachsens kennt den Ort, der heute zur Gemeinde Stauchitz gehört. Ständig werden hier Bücher aus aufgelösten Bibliotheken angeliefert, ständig verlassen Pakete mit antiquarischen Büchern den Ort. […]
Wie und warum haben sich Bibliothek und Museum räumlich voneinander getrennt, obwohl sie historisch aus einer gemeinsamen Kultur des Sammelns, Betrachtens und Studierens hervorgegangen sind? Karl-Heinz Schmitz hat sich mit dieser Frage in einem neuen Zeitschriftenbeitrag beschäftigt und kommt zu interessanten Erkenntnissen.1 Der Autor, Jahrgang 1949, war Professor für Entwerfen und Gebäudelehre an der Bauhaus-Universität […]
Vor einigen Wochen fand im Auswärtigen Amt in Berlin eine Veranstaltung statt, die zwiespältige Gefühle hinterließ. Verschiedene deutsche Institutionen übergaben der polnischen Kulturministerin Kulturgüter, die während der deutschen Besatzung Polens im Zweiten Weltkrieg entzogen oder verlagert worden waren. Die Stiftung Preußischer Kulturbesitz etwa überließ dem polnischen Staat eine mittelalterliche Handschrift, die einen Teil des Textes […]
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