Wie viele aktuellen Periodika erscheinen ausschließlich in gedruckter Form ohne Online-Pendant? Die Zeitschriften-Datenbank (ZDB), die alles verzeichnet, was periodisch erscheint und in deutschen und österreichischen Bibliotheken nachzuweisen ist, umfasst 2,1 Mio. Titel.[1] Der Bestand setzt sich am Jahresende 2024 folgendermaßen zusammen: Periodika Anzahl Prozentanteil Print-Titel insgesamt 1.800.000 85,7 % – Print mit paralleler Online-Ausgabe 115.000 – Print ohne parallele Online-Ausgabe 1.680.000 – Print...
Dass es Open-Access-Zeitschriften gibt, die keine oder eine nur mangelhafte Qualitätsprüfung durchführen, aber dennoch hohe Summen für die Publikation von Artikeln verlangen, ist der bibliothekarischen Community seit etwa 15 Jahren bekannt. 2018/2019 wurde das Thema auch in der allgemeinen Öffentlichkeit stark beachtet. Es ist nach wie vor brandaktuell, denn Predatory Verleger lassen sich immer wieder etwas Neues einfallen, um Geld zu machen: Erfindung von Zeitschriftenrankings,...
Mit einem kräftigen Fanfarenstoß ist ein neues Rechercheinstrument mit großem Potential anzuzeigen: das Deutsche Zeitungsportal. Es erlaubt einen einheitlichen kostenlosen Einstieg in digitalisierte historische Zeitungen. Langfristig sollen hier alle Zeitungen sichtbar werden, die in deutschen Bibliotheken und Archiven aufbewahrt werden. Die bislang älteste Zeitung des Portals stammt aus dem Jahr 1671; die Laufzeit der meisten neueren Zeitungen endet – vor allem aus urheberrechtlichen Gründen –...
(So funktionieren Predatory Journals, Teil 2) Das gemeinsame Merkmal von Predatory Journals ist, dass sie alle eingereichten Artikel ungeprüft veröffentlichen, solange der Autor bereit ist, die Artikelbearbeitungsgebühr (APC) zu zahlen. Die Vertrauenswürdigkeit des wissenschaftlichen Diskurses wird auf diese Weise untergraben. Was tun Bibliotheken, um zu verhindern, dass unerfahrene Wissenschaftler darauf hereinfallen? Viele wissenschaftliche Bibliotheken betrachten die Beratung bei der Publikation von wissenschaftlichen Beiträgen als ihre...
Das Dorf Staucha, etwa auf halber Strecke zwischen Leipzig und Dresden gelegen und bereits 1259 erstmals erwähnt, hat es bisher nicht zu überregionaler Bekanntheit gebracht. Doch jeder Paketdienstmitarbeiter ganz Sachsens kennt den Ort, der heute zur Gemeinde Stauchitz gehört. Ständig werden hier Bücher aus aufgelösten Bibliotheken angeliefert, ständig verlassen Pakete mit antiquarischen Büchern den Ort. […]
Wie und warum haben sich Bibliothek und Museum räumlich voneinander getrennt, obwohl sie historisch aus einer gemeinsamen Kultur des Sammelns, Betrachtens und Studierens hervorgegangen sind? Karl-Heinz Schmitz hat sich mit dieser Frage in einem neuen Zeitschriftenbeitrag beschäftigt und kommt zu interessanten Erkenntnissen.1 Der Autor, Jahrgang 1949, war Professor für Entwerfen und Gebäudelehre an der Bauhaus-Universität […]
Vor einigen Wochen fand im Auswärtigen Amt in Berlin eine Veranstaltung statt, die zwiespältige Gefühle hinterließ. Verschiedene deutsche Institutionen übergaben der polnischen Kulturministerin Kulturgüter, die während der deutschen Besatzung Polens im Zweiten Weltkrieg entzogen oder verlagert worden waren. Die Stiftung Preußischer Kulturbesitz etwa überließ dem polnischen Staat eine mittelalterliche Handschrift, die einen Teil des Textes […]
Neueste Kommentare